HEPIA
Ingenieurhochschule für Agronomie in Genf
SCHWEIZ – 2023

Studie zum Einsatz von UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung
gegen verschiedene Schädlinge und Krankheitserreger
Ziel dieser Arbeit ist es, drei Prototypen von UV-Leuchten mit Wellenlängen von 222 nm, 275 nm und 310 nm zu testen, die vom Unternehmen Future of Grow (FOG) mit Sitz in Aigle (Schweiz) zur Verfügung gestellt wurden. Es soll ermittelt werden, wie wirksam diese Leuchten verschiedene Schädlinge und Krankheitserreger bekämpfen, in diesem Fall Echten Mehltau und Milben, an Erdbeer- und Cannabiskulturen.
Die Arbeit gibt einen Eindruck davon, welche UV-Behandlung am wirksamsten ist. Auf dieser Grundlage lassen sich Anwendungsblätter erstellen, die für jeden Leuchtentyp die Energiemenge, die Aufhängehöhe und die Anwendungsdauer für kommerzielle Zwecke festlegen.
In der Studie an Erdbeerpflanzen erwies sich das Leuchtenmodell mit einer Wellenlänge von 275 nm und einer Dosis von XXX mJ/cm² als am vorteilhaftesten. Mit dieser Behandlung zeigten die Pflanzen über die gesamte Kulturdauer einen deutlich geringeren durchschnittlichen Chlorophyllverlust als unbehandelte oder mit dem Produkt Armicarb® behandelte Pflanzen.
Im Einzelnen verloren die behandelten Pflanzen im Durchschnitt 104,215 mg/m² weniger Chlorophyll als die unbehandelten Pflanzen und 27,011 mg/m² weniger als die mit Armicarb® behandelten (p = 0,00002).
Die verschiedenen UV-Expositionsmethoden hatten dagegen keine signifikante Wirkung auf die Trockenmasse der Erdbeerpflanzen (p = 0,167) und auf den Zuckergehalt der Früchte (p = 0,784). Im Versuch an Cannabis erzielte die UV-Behandlung mit einer Wellenlänge von 310 nm und einer Dosis von XXX mJ/cm² den höchsten Anteil gesunder Pflanzen (ohne Mehltau), mit 90 % gesunden Pflanzen (p = 0,009).
Dieser Anteil unterschied sich statistisch nicht von dem der Armicarb®-Behandlung. Beim Milbenbefall an der Triebspitze der Pflanzen zeigte die Behandlung mit einer Wellenlänge von 310 nm und einer Dosis von XXX mJ/cm² den geringsten Anteil befallener Pflanzen: 80 % der Pflanzen blieben gesund (p = 0,022).
Die Armicarb®-Behandlung hingegen wies den geringsten Anteil unbefallener Pflanzen auf: Nur 40 % blieben frei von Befall.
Beim Zuwachs des Stängeldurchmessers (p = 0,598) und bei der Entwicklung des Chlorophylls (p = 0,059) wurden im abschließenden Versuch an Cannabispflanzen mit den getesteten Dosen keine signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen UV-Behandlungen und den positiven und negativen Kontrollgruppen beobachtet.
Die UV-Strahlung zeigte agronomisch interessante Aspekte, sei es bei der Bekämpfung des Echten Mehltaus, der Eindämmung von Milben, der Erhöhung der Chlorophyllkonzentration bei Erdbeeren oder dem Ausbleiben von Stress bei diesen spezifischen Dosen.
Es sind jedoch ergänzende Tests unerlässlich, um die optimale Auslegung dieser UV-Prototypen und ihren tatsächlichen Nutzen zu bestimmen.